Geplante Suchaktion konnte abgeblasen werden

Gänserndorf, 30. Jänner 2012: Eine groß angelegte Suchaktion sollte mit Unterstützung der Suchhunde der ÖHU, der RH NÖ und des Roten Kreuzes gestartet werden. Ein demenzkranker Gänserndorfer wurde vermisst. Noch während der Alarmierung ist der Abgängige Gott sei Dank wieder aufgetaucht!

 

Viel Schnee beim Lawinenkurs

Die Teilnehmer des Lawinenkurses 2012 in Kleinarl.

Kleinarl, 14. bis 21. Jänner 2012: 17 Hundeführer und 8 Pfadfinder aus Abtenau stellten sich 2012 wieder der Herausforderung des Lawinenkurses. Die Schneeverhältnisse waren perfekt. Bis zu 3,5 m Schnee auf den Übungsfeldern 100 hm unterhalb des Penkkopfs. „Dass der Kurs bereits am Samstagmittag voll starten konnte, verdanken wir den sehr engagierten Pfadfindern, welche am Vormittag mit viel Eifer Löcher gruben. Danach standen sie als Figuranten für die F-Gruppe zur Verfügung.“ so Arthur Novak, der den Lawinenkurs leitete. Als Teilnehmer mit dabei war auch Ivo Cathomen von Redog (Schweiz), der mit seiner Erfahrung eine echte Bereicherung war! Die Pfadfinder aus Abtenau bekamen als Gegenleistung für ihren tollen Einsatz eine Einschulung in Sachen LVS (Piepssuche) und hatten noch viel Spaß beim Nottragenbau.

Die Abtenauer Pfadis halfen Löcher graben.

Auf die Frage wie denn das Wetter beim heurigen Lawinenkurs in Kleinarl war hörte man folgende Antwort: „Warm bis eisig, Nebel, 1 Meter Neuschnee, Schneesturm und Sonnenschein!“ Eine abwechslungsreiche Woche also, aber nicht nur das Wetter betreffend. Auch die Trainingseinheiten konnten sich sehen lassen. Klarerweise war es wie immer sehr anstrengend, manche mussten an ihre Grenzen gehen – aber durchgehalten haben alle. Bravo! Aus den Teilnehmern bildeten sich eine Anfänger- und eine Fortgeschrittenengruppe. Gut, dass heuer viel Schnee war, denn dann ist die Sucharbeit für die Hunde besonders anspruchsvoll und realitätsnah. So wie es bei einem Lawinenunglück auch ist! Arthur Novak, Hanni Novak und Martina Hofinger (Anm.: Sie fungierte bereits zum 10. Mal als Trainerin und Leiterin der A-Gruppe!) führten in gewohnter Qualität die Gruppen. Durch den bedingungslosen Einsatz der einzelnen Teilnehmer konnten tolle Ausbildungserfolge erzielt werden. Was besonders aufgefallen ist: dem Thema „Motivation der Suchhunde“ wurde ein wesentlicher Schwerpunkt gewidmet, was sich besonders positiv auf die Schneearbeiten auswirkte! Das effiziente Umgehen mit dem Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) wurde immer wieder zwischen den Trainingseinheiten mit den Hunden eingebaut!

Trainerin Martina Hofinger und Kursleiter Arthur Novak.

Am Mittwoch – es herrschte Postkartenwetter – stand der Aufstieg auf den Penkkopf auf dem Programm. Auch das schafften alle Teilnehmer mit Bravour! Leider musste die für Freitag geplante ÖHU Suchhunde-Lawinenprüfung nach einem Starter wegen Schneesturms abgeblasen werden! Ausgangspunkt des Lawinenkurses war wieder die Kleinarler Hütte auf 1754 m Seehöhe. Die Hüttenwirtin Claudia Tillinger bemühte sich sehr und sorgte mit Ihrer Mannschaft für das leibliche Wohl Kursteilnehmer.

Ivo Cathomen aus der Schweiz nahm am ÖHU Lawinenkurs teil.

 

 

Vermisster Strasshofer aufgetaucht

Durch die professionelle Zusammenarbeit der ÖHU Suchhundestaffel und der RH Niederösterreich

konnte ein effektiver Sucheinsatz abgewickeln werden. Im Bild v. l. n. r.: Stefan Tucek, Karin Kuhn

und Manfred Unzeitig.

Strasshof, 12. Jänner 2012: Der 73jährige, seh- und gehbehinderte Helmut D. aus Strasshof verließ sein Wohnhaus gegen 9 Uhr. Da er um die Mittagszeit noch immer nicht zurück war, machten sich die Angehörigen Sorgen und meldeten das lange Ausbleiben bei der örtlichen Polizei. Diese leitete um ca. 14 Uhr eine Suchaktion ein, denn nach einigen Recherchen vermuteten sie den Vermissten im nahegelegenen Wald im Osten von Strasshof. ÖHU Einsatzleiter Manfred Unzeitig – er ist Strasshofer und wurde von Polizeiinspektor Rosenbusch um Hilfe gebeten -  alarmierte über den NÖ-Notruf 144 die Suchteams der ÖHU Suchhundestaffel und der Rettungshunde NÖ. Schon um 14:50 Uhr konnten die ersten Suchteams mit der Suche nach Helmut D. beginnen. Laufend wurden die eintreffenden Kräfte eingeteilt, sodass das Suchgebiet sektorweise rasch erweitert werden konnte. Parallel dazu versuchte man mit sogenannten „Mantrailern“ (=Suchhunde die den Individualgeruch des Vermissten vom Ausgangspunkt aus verfolgen) Informationen über die Richtung in welche sich der Vermisste bewegt hat zu bekommen. Die Suchaktion, die um 20:10 Uhr beendet wurde, ist professionell abgelaufen. Ein Dankeschön gebührt der Einsatzleitung, die sich aus RG Manfred Unzeitig, Christian Raynoschek (beide ÖHU) und Stefan Tucek (RH NÖ) zusammensetzte. Obwohl die Mühen nicht beloht wurden, ging alles gut aus: der vermisste Strasshofer tauchte in Burgenland bei einem Bekannten auf!

ÖHU Staffelkommandant Johann Wagensommerer im Gespräch mit Polizeiinspektor Rosenbusch.

 

50 erfolgreiche Jahre Sprengdienst

V. l. n. r.: HBI Christan Raynoschek, 2. Gruppenkdt.-Stv. Sprenggruppe 04 (Bezirk Gänserndorf),

FT-B Ing. Hermann Halbweis, Sonderdienstkdt.-Stv. des NÖ Sprengdienstes (erhielt Sprengdienst

Leistungsabzeichen in der Stufe Gold), HBI Roland Kormesser Sonderdienstkdt. des NÖ Sprengdienstes

(erhielt Verdienstzeichen 1. Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes) und Johann Wagensommerer,

Kdt. ÖHU Suchhundestaffel (Anm.: Der NÖ Sprengdienst des NÖ Landesfeuerwehrverbandes

arbeitet im Bereich der Ortung von verschütteten Personen mit der ÖHU Suchhundestaffel zusammen.)

Tulln, 2. Dezember 2011: Der Niederösterreichische Landesfeuerwehrverband feierte „50 Jahre NÖ Sprengdienst“ in der NÖ Landes-Feuerwehrschule in Tulln. Die Vorstellung des Sonderdienstes erfolgte durch HBI Roland Kormesser, Sonderdienstkommandant des NÖ Sprengdienstes. Als offizielles Gründungsjahr wird das Jahr 1961 angegeben. Am 14. Jänner 1961 wurde der erste Einsatz des Sprengdienstes unter der Leitung  von ABI Karl Schnait bei einer Wehranlage des Kremsflusses im Gemeindegebiet Senftenberg durchgeführt! Kormesser, der auch für die Herausgabe des Buches „50 Jahre Sprengdienst im NÖ Landesfeuerwehrverband“ verantwortlich zeichnet, schilderte den interessierten Zuhörern – neben vielen Prominenten waren ca. 400 Feuerwehrleute der einzelnen Sprenggruppen anwesend – die spannende Entwicklung des heute größten Sonderdienstes des NÖ Landesfeuerwehrverbandes. Die Grußworte des Landes überbrachte Präsident Ing. Heinz Berger, Vorsitzender des Sprengbefugtenverbandes. LBD KR Josef Buchta, Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrkommandos verlieh im Rahmen der Feierlichkeiten Auszeichnungen an verdiente Feuerwehrmänner.

 

 
 
 
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